Weltraumschrott auf der Spur

Juni 10, 2021

Kann man Welt­raum­schrott von der Erde aus auf­spü­ren und dann die Satel­li­ten­be­trei­ber vor­war­nen? Die Ant­wor­tet lau­tet „ja“. Dafür hat ein Fraun­ho­fer-Insti­tut eine beson­dere Radar­tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt. Bei der High-Tech-Pro­duk­tion ist Kraus Hard­ware mit an Bord. Auf das Know-how unse­rer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter kommt es ent­schei­dend mit an.

„Wir arbei­ten seit eini­gen Jah­ren mit dem Fraun­ho­fer-Insti­tut für Hoch­fre­quenz­phy­sik und Radar­tech­nik zusam­men. 

Rund 8.500 Ton­nen Welt­raum­schott flie­gen laut Welt­raum­agen­tur ESA durch die Erd­um­lauf­bahn: alte Satel­li­ten, aus­ge­brannte Rake­ten­teile und win­zige Trüm­mer­teile aller Art. Es ent­ste­hen schnell grö­ßere Schä­den, wenn die­ser Müll mit einem akti­ven Satel­li­ten zusam­men­trifft – das kann am Ende sogar für unse­ren All­tag rele­vant sein, denn ohne Satel­li­ten funk­tio­nie­ren bei­spiels­weise die Auto-Navi­ga­ti­ons­sys­teme oder bestimmte Han­dy­netze nicht. Vor die­sem Hin­ter­grund ent­wi­ckelte das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Hoch­fre­quenz­phy­sik und Radar­tech­nik (FHR) im Auf­trag des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums ein spe­zi­el­les Radar­sys­tem, das von Koblenz aus durch das deut­sche Welt­raum­la­ge­zen­trum betrie­ben wird. Dabei bil­den die aus­ge­sen­de­ten Radar­strah­len eine Art „Zaun“: Jedes Objekt, das groß genug ist und die­sen Fre­quenz-Zaun pas­siert, wird detek­tiert. Anschlie­ßend kann man Ope­ra­teure von Satel­li­ten gezielt vorwarnen.

Größ­ter Auf­trag der Firmengeschichte

Mitt­ler­weile ist das hoch­mo­derne Sys­tem zu rund 90 Pro­zent fer­tig. Aktu­ell geht es vor allem um die Abnahme der Kom­po­nen­ten durch den Betrei­ber, ins­be­son­dere der anspruchs­vol­len Elek­tro­nik in den Sende- und Emp­fangs­an­ten­nen. Bei ihrer Ent­wick­lung und Pro­duk­tion kommt es in vie­len Details auf Erfah­rung und Spe­zi­al­wis­sen an. Umso inter­es­san­ter ist es, dass mit Kraus Hard­ware ein mit­tel­stän­di­ges Unter­neh­men mit der Pro­duk­tion der Emp­fangs­elek­tro­nik beauf­tragt wurde. Am Stand­ort ent­ste­hen bis Ende 2022 knapp 100 der Emp­fangs­mo­dule – der mit Abstand größte Auf­trag der rund 30-jäh­ri­gen Fir­men­ge­schichte. Wie kam es zu die­sem Erfolg? „Wir arbei­ten seit eini­gen Jah­ren mit dem FHR zusam­men. Im Kern pro­fi­tie­ren wir davon, dass man die benö­tigte Hoch­fre­quenz­tech­no­lo­gie nicht so ein­fach vom Fließ­band weg pro­du­zie­ren kann“, erklärt Geschäfts­füh­rer Andreas Kraus. „Es kommt in vie­len Details auf Hand­ar­beit an – und die muss man wirk­lich beherr­schen. Zudem bie­ten wir für das FHR eine kom­plette Dienst­leis­tung an, die vom Ein­kauf der benö­tig­ten Teile bis zur abschlie­ßen­den Prü­fung der fer­ti­gen Emp­fangs­mo­dule reicht. Wir stel­len also sicher, dass nur geprüfte Qua­li­tät das Haus verlässt.“

„Fin­ger­spit­zen­ge­fühl“ im Prozess 

Pas­send dazu sieht sich Kraus Hard­ware als „Elek­tronik­ma­nu­fak­tur“ mit zer­ti­fi­zier­tem Qua­li­täts­ma­nage­ment und viel Erfah­rung: Viele der rund 35 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern sind seit Jahr­zehn­ten dabei, gut geschult und ken­nen die tech­ni­schen Pro­zesse im Detail. Das sorgt für das nötige „Fin­ger­spit­zen­ge­fühl“ in der kom­plet­ten Pro­zess­kette. Dazu gibt es am Stand­ort eine High-End-Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gie inklu­sive indus­tri­el­ler CT-Rönt­gen­tech­nik sowie vie­ler elek­tri­scher und opti­scher Prüf­ver­fah­ren. Außer­dem wird jede Lie­fe­rung, die Kraus Hard­ware von ande­ren Unter­neh­men bekommt, vorab genau geprüft – teil­weise sogar mit elek­tri­schen Mikro­sko­pen und per Rönt­gen­tech­nik – und die anfal­len­den Daten im haus­ei­ge­nen Daten­bank­sys­tem erfasst. Gibt es beim abschlie­ßen­den Funk­ti­ons­test ein Pro­blem, kann man jeder­zeit mit­hilfe des Com­pu­ter­sys­tems nach der Ursa­che for­schen. Viele die­ser Pro­zesse wer­den sehr eng mit Kun­den abgestimmt. 

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