„Beim Fliegen bekomme ich den Kopf frei“

Jul 14, 2021

Grö­ßere Her­aus­for­de­run­gen, Stress und schwie­rige Auf­ga­ben im Job? Andreas Kraus hat seit vie­len Jah­ren ein beson­de­res Hobby, um zwi­schen­durch abzu­schal­ten: Er star­tet mit sei­nem Segel­flug­zeug zu einem Rund­flug über den Oden­wald oder die Rhön.

„Es gilt das Motto: ein­fach abschal­ten und sich dem Flug wid­men. 

Herr Kraus, wie sind Sie zum Segel­flie­gen gekom­men?
Flug­zeuge begeis­tern mich schon immer. Als Kind habe ich mei­nen Vater beim Modell­flie­gen beglei­tet und spä­ter sehr gerne Flug­zeug-Modelle gebaut bzw. mich selbst dem Modell­flug gewid­met. Das hat mein Inter­esse geweckt, ein­mal selbst ein Flug­zeug zu steu­ern. 2005 habe ich die­sen Wunsch dann in die Tat umge­setzt und eine Flug­li­zenz am Flug­platz in Groß­ost­heim erwor­ben. Übri­gens hat mich meine Frau darin bestärkt. Sie meinte: „Du woll­test das doch immer – dann mach es auch.“ Das ist für mich keine Selbst­ver­ständ­lich­keit, wenn man bedenkt, dass wir zu die­sem Zeit­punkt vier kleine Kin­der hat­ten. Aus die­sem Grund hat meine dama­lige Flug­leh­re­rin auch nicht damit gerech­net, dass ich wirk­lich mit der Flie­ge­rei anfange. Das hat sie mir spä­ter gestan­den. Aber es kam anders.

Von wo aus star­ten Sie in der Regel?
Seit 2012 bin ich Mit­glied einer Hal­ter­ge­mein­schaft mit einem eigen­start­fä­hi­gen, dop­pel­sit­zi­gen UL-Segel­flug­zeug. Es steht nur rund einen Kilo­me­ter von der Firma ent­fernt am Flug­platz Aschaf­fen­burg. Wenn es die Zeit und das Wet­ter zulas­sen, starte ich von hier aus. Typi­sche Ziele sind der Oden­wald, der Spes­sart, die Röhn, der Thü­rin­ger Wald oder die Pfalz. Man kann sie gut an einem Nach­mit­tag erreichen.

Was für Distan­zen legen Sie beim Segel­flie­gen zurück?
Wenn es mög­lich ist, fliegt man Drei­ecke und kommt auf diese Weise zum Aus­gangs­ort zurück. Dabei kann man in Deutsch­land Reich­wei­ten von bis zu 500 Kilo­me­ter mit unse­rem Flug­zeug errei­chen – mit leis­tungs­fä­hi­ge­ren Flug­zeu­gen sogar über 1.000 Kilometer.

Flie­gen Sie auch außer­halb Deutsch­lands?
Ja, das sind natür­lich abso­lute High­lights. Ich habe zum Bei­spiel Flug-Urlaube in Saint-Auban oder Ser­res gemacht. Die Orte lie­gen in der fran­zö­si­schen Region Pro­vence-Alpes-Côte d’Azur. Von dort aus unter­nehme ich zusam­men mit mei­nem Flug­kam­mer­aden Tho­mas Flüge über die Alpen, was zusätz­lich gute Mög­lich­kei­ten für Hang- und Wel­len­flüge ermög­licht. Bei letz­te­rem konn­ten wir schon Höhen von über 6000 Meter erreichen.

Benö­ti­gen Sie für diese Flüge eine Sau­stoff­ver­sor­gung?
Wir legen den Sauer­stoff bei einer Höhe von rund 3500m an, damit es zum Schluss nicht ver­ges­sen wird. Die Anlage wird bis auf wenige Hand­griffe vor dem Start vorbereitet.

Und Sie haben nie Flug­angst?
Nein, für Men­schen mit Flug­angst ist das sicher nicht das rich­tige Hobby, aber eine Por­tion Respekt ist trotz­dem immer ange­bracht. Ich kann beim Flie­gen den Stress abbauen und bekomme den Kopf frei. Es kommt vor, dass ich an einem guten Flug­tag die Firma gegen Mit­tag ver­lasse und mich ein paar Stun­den mei­nem Hobby widme. Beim Flie­gen bleibt keine Zeit, über andere Dinge nach­zu­den­ken. Es gilt das Motto: ein­fach abschal­ten und sich dem Flug widmen.

Andreas Kraus: „Ich kann beim Flie­gen den Stress sehr gut abbauen und bekomme den Kopf frei.“

Flug über die Was­ser­kuppe – der Berg der Segelflieger.

Blick über die Alpen, die Andreas Kraus im Segel­flug-Urlaub ansteuert.

Ab einer Flug­höhe von 3500 Meter ist die Sauer­stoff­ver­sor­gung unverzichtbar. 

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