Forschung: WISSEN BÜNDELN
Wir beteiligen uns regelmäßig an Forschungsprojekten und Kooperationen und vergrößern so unser Wissen zu Verfahren und speziellen Anwendungen.
Projekt ZuniS: Wie zuverlässig sind niedrigschmelzende Weichlote?
FORSCHUNG | Die sogenannten SnBiX-Weichlote stehen im Fokus des Forschungsprojekts ZuniS – inklusive der Entwicklung von sicheren Weichlötprozessen sowie der dazugehörenden Prüfmethodik. Das Verfahren und seine Wirkmechanismen werden ganzheitlich betrachtet. Dabei hat diese Technologie viele Vorteile: So führt der Einsatz von Weichlotlegierungen mit niedrigerem Schmelzpunkt (ca. 140 Grad) dazu, dass die Wärmebelastung von Baugruppen während der Bearbeitung zurückgeht. Die niedrigere Temperatur verringert Wölbungen sowie interne Spannungen, temperaturempfindliche Komponenten lassen sich einfacher verwenden und der CO2-Eintrag des Verfahrens fällt kleiner aus. Im Gegensatz dazu kommen in der Elektronikfertigung aktuell überwiegend SAC-Weichlotlegierungen zum Einsatz. Sie werden bei deutlich höheren Temperaturen (240 bis 260 Grad) verarbeitet.
Partner: Industrielle Gemeinschaftsforschung über den DVS ausgeführt durch die zwei Fraunhofer Institute IZM und ISIT.
Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter der Koordination des Projektträgers DLR
Infinite: Für mehr Nachhaltigkeit in der Elektronikproduktion
KOOPERATION | „Die Nutzungsdauer von Elektronik deutlich verlängern – dieses Nachhaltigkeitsziel steht im Zentrum des Forschungsprojektes „Infinite“, an dem sich neben Kraus Hardware noch vier weitere Unternehmen sowie ein Fraunhofer-Institut beteiligen. Dabei identifizieren die Partner typische Verschleißmuster und Schadensbilder bei Referenzprodukten. Anschließend entstehen Musterbaugruppen, die teilweise bereits eine spezifische Reparatur durchlaufen haben. In nachfolgenden Tests werden Unterschiede zwischen den „Reparierten“ und „Nicht-Reparierten“ ermittelt – und es wird final deutlich, welche Reparaturtechniken zum Erfolg führen bzw. welche Designvorgaben dafür erfüllt sein müssen.
Partner: Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, arxes-engineering GmbH, AUCOTEAM GmbH, dresden elektronik ingenieurtechnik gmbh und Vossloh Rail Inspection.
Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter der Koordination von Projektträger Jülich (PtJ)
Netzwerk EMS: Know-how von Unternehmen bündeln
Netzwerk EMS: Know-how von Unternehmen bündeln
SmartSelevtive: Lötqualität per ML vorhersagen
Lötstellen: Wie groß darf der Porenanteil sein?
FORSCHUNG | Die Zuverlässigkeit von Lötstellen hängt auch von ihrem Porenanteil ab. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden Poren-Positionen und ‑Volumina per Computertomographie dreidimensional erfasst. Zudem erfolgten Zuverlässigkeitsuntersuchungen sowie Simulationen. Auf dieser Basis ließen sich zum Beispiel Design-Regeln und Zuverlässigkeitsprognosen ableiten.
Partner: Hochschule Aschaffenburg, Fraunhofer Anwendungszentrum Ressourceneffizienz, Heraeus Materials Technology GmbH & Co. KG, OSRAM Opto Semiconductors, SEHO Systems GmbH, WENZEL Group GmbH & Co. KG
Förderer: Bayerische Forschungsstiftung – BFS
Was für eine Wirkung haben Flussmittel-Zusammensetzungen im Reparaturprozess?
FORSCHUNG | Elektrochemische Migration sollte beim Löten während eines Reparaturprozesses verhindert werden. In diesem Forschungsprojektes wurde deshalb untersucht, wie sich unterschiedliche chemischen Flussmittel-Zusammensetzungen auf den Lötprozess auswirken. Dabei ging es um qualifizierte Lötprofiloptimierung, die richtige Material- und Prozesswahl sowie die für das jeweilige Material vorgegebenen Prozesstemperaturen.
Partner: Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT,
Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialien IFAM
Forschungsvereinigung: GfKORR – Gesellschaft für Korrosionsschutz e.V.,
Projektträger: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen – AiF,
Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – BMWi
Wie wirken sich ionische Verunreinigungen in dünnen Spalten aus?
FORSCHUNG | In diesem Projekt werden die Alterungseigenschaften von Leiterplatten per elektrischen Tests bewertet. Parallel dazu wurden chemische Zusammensetzungen im Umfeld der Bauelemente untersucht und daraus ein Alterungsmodell abgeleitet. Zielsetzung war es dabei zum Beispiel, eine höhere Produktsicherheit durch eine Testmethode für die frühzeitige Detektion von Migrationsvorgängen sicherzustellen.
Partner: Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT,
Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialien IFAM
Forschungsvereinigung: DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.,
GfKORR Gesellschaft für Korrosionsschutz e.V.
Projektträger: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen – AiF
Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – BMWi
Wie kann Kontakt-Thermografie „In-Line“ zum Einsatz kommen?
FORSCHUNG | In Hochleistungselektronik kommt zunehmend die Silbersinter-Technologie zum Einsatz. Allerdings lässt sich die Güte dieser Fügetechnologie mit gängigen Verfahren nur schwer bestimmen. In diesem ZIM-Projekt wird deshalb eine In-Line-fähige Prüfapparatur für Silbersinter-Verbindungen entwickelt und in der Produktion erprobt. Sie basiert auf der sogenannten Kontakt-Thermografie. Mehr dazu hier.
Partner: TU Dresden, Budatec GmbH
Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – BMWi
Abbildung: www.stuffin.space
Lässt sich Weltraumschrott von der Erde aus aufspüren?
FORSCHUNG | Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) hat ein spezielles Radarsystem entwickelt, das von Koblenz aus durch das deutsche Weltraumlagezentrum betrieben wird und Weltraumschrott detektiert. Kraus Hardware ist seit längerer Zeit an der Produktion der Empfangsmodule beteiligt. Mehr dazu hier.
Partner: Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR)