UL-Zertifizierung: „Wir sind Partner für Kunden mit internationalen Märkten“

UL-Zertifizierung: „Wir sind Partner für Kunden mit internationalen Märkten“
Geprüfte Qualität für den US-amerikanischen Markt: Kraus Hardware ist ab sofort zertifiziert nach den Anforderungen der Underwriters Laboratories (UL). Für die Kunden hat das diverse Vorteile, wie Dr.-Ing. Christian Schwarzer im Interview hervorhebt. Er hat die UL-Zertifizierung begleitet.
Herr Schwarzer, Kraus Hardware ist nun offiziell als „Printed Wiring Assemblies (PWA) Certified“ bei UL Solutions gelistet. Was bedeutet das?
Zunächst einmal bestätigt es, dass die von uns hergestellten Baugruppen höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Hierbei sind wir UL-Fertiger der Kategorie ZPVI2 (Printed Wiring Board Assemblies). Konkret heißt das: Wir produzieren Leiterplatten für ein Endprodukt, das in der Regel an einem anderen Ort final montiert wird. In diesem Fall ist die Rückverfolgbarkeit ja eine besondere Herausforderung für das hauptverantwortliche Unternehmen.
Warum ist diese Zertifizierung so wichtig?
Wir reduzieren für unsere Kunden die Hürden beim Markteintritt in den USA und Kanada. Wer ein Produkt herstellen will, das in diesen Ländern vermarktet wird, ist bei uns an der richtigen Stelle – schließlich unterliegt es unter Umständen den Produktsicherheitsanforderungen, die von UL überwacht werden. Dabei dürfen wir
das Prüfzeichen „UL-Recognized Component“ verwenden. Es macht deutlich, dass eine Baugruppe die UL-Vorgaben erfüllt.
Was bedeutet das ansonsten für die Qualität?
UL-zertifizierte Produkte gelten als besonders hochwertig. Dabei sinkt sogar das Risiko von Haftungsansprüchen, weil ihre Qualität und Sicherheit durch eine unabhängige Organisation geprüft wurde. Für unsere Kunden kommen hier also schnellere Markteinführung, reduzierte Bürokratie und weniger Risiko gebündelt zusammen.
Was musste Kraus Hardware leisten, um diese Ziele zu erreichen?
Im Kern geht es bei der UL-Zertifizierung darum, dass man alle verwendeten Komponenten und Materialien lückenlos zurückverfolgen kann, was die UL regelmäßig und unangekündigt bei uns überprüft – vom Wareneingang über die Lagerung bis zu Montage und Versand. Unser etabliertes Traceability-System ist ein entscheidender Baustein für diese Qualität.
Warum kam es überhaupt zur Zertifizierung?
Ein neuer Kunde beauftragte uns mit der Fertigung von Backplane-Baugruppen inklusive vieler Einpressbauteile, wobei das dazugehörige Endprodukt in den USA vermarktet wird. Insofern haben wir gemeinsam alle versorgungskritischen Bauteile und mögliche Alternativen identifiziert. Die dazugehörige Stückliste („Bill of Materials“) ging anschließend an die UL. Sie stellte die Basis für die anschließenden Überprüfungen der UL im Rahmen des sogenannten Follow-Up-Services-Verfahrens dar.
Wie ging es weiter?
Im Rahmen der Zertifizierung fand eine Erstbegehung durch einen UL-Mitarbeiter statt. Er überzeugte sich von unserem Traceability-System. Viermal im Jahr findet nun ein unangekündigtes Audit statt, wobei der UL-Mitarbeiter die Einhaltung der Vorgaben unter anderem in unserer Produktion überprüft.
Ist das Ganze auch für deutsche Kunden relevant?
Ja, durchaus. Es ist ein unabhängiger Beweis für unsere Qualitätsstandards. Auch wer nur in Europa verkauft, kann sich darauf verlassen, dass wir höchste Anforderungen erfüllen. Wir positionieren uns als ein Partner, der viel Wert auf Qualität und Compliance legt – auch und gerade, wenn die Kunden in einem internationalen Markt agieren.
Dr.-Ing. Christian Schwarzer: “Wir reduzieren für unsere Kunden die Hürden beim Markteintritt in den USA und Kanada.”