UL-Zertifizierung: „Wir sind Partner für Kunden mit internationalen Märkten“

22. 09.2025 | Box Built, E‑Blog, Pro­du­zie­ren

UL-Zertifizierung: „Wir sind Partner für Kunden mit internationalen Märkten“

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Geprüfte Qualität für den US-amerikanischen Markt: Kraus Hardware ist ab sofort zertifiziert nach den Anforderungen der Underwriters Laboratories (UL). Für die Kunden hat das diverse Vorteile, wie Dr.-Ing. Christian Schwarzer im Interview hervorhebt. Er hat die UL-Zertifizierung begleitet.

Herr Schwar­zer, Kraus Hard­ware ist nun offi­zi­ell als „Prin­ted Wiring Assem­blies (PWA) Cer­ti­fied“ bei UL Solu­ti­ons gelis­tet. Was bedeu­tet das?
Zunächst ein­mal bestä­tigt es, dass die von uns her­ge­stell­ten Bau­grup­pen höchs­ten Qua­li­täts­stan­dards ent­spre­chen. Hier­bei sind wir UL-Fer­ti­ger der Kate­go­rie ZPVI2 (Prin­ted Wiring Board Assem­blies). Kon­kret heißt das: Wir pro­du­zie­ren Lei­ter­plat­ten für ein End­pro­dukt, das in der Regel an einem ande­ren Ort final mon­tiert wird. In die­sem Fall ist die Rück­ver­folg­bar­keit ja eine beson­dere Her­aus­for­de­rung für das haupt­ver­ant­wort­li­che Unternehmen.

Warum ist diese Zer­ti­fi­zie­rung so wich­tig?
Wir redu­zie­ren für unsere Kun­den die Hür­den beim Markt­ein­tritt in den USA und Kanada. Wer ein Pro­dukt her­stel­len will, das in die­sen Län­dern ver­mark­tet wird, ist bei uns an der rich­ti­gen Stelle – schließ­lich unter­liegt es unter Umstän­den den Pro­dukt­si­cher­heits­an­for­de­run­gen, die von UL über­wacht wer­den. Dabei dür­fen wir
das Prüf­zei­chen „UL-Reco­gni­zed Com­po­nent“ ver­wen­den. Es macht deut­lich, dass eine Bau­gruppe die UL-Vor­ga­ben erfüllt.

Was bedeu­tet das ansons­ten für die Qua­li­tät?
UL-zer­ti­fi­zierte Pro­dukte gel­ten als beson­ders hoch­wer­tig. Dabei sinkt sogar das Risiko von Haf­tungs­an­sprü­chen, weil ihre Qua­li­tät und Sicher­heit durch eine unab­hän­gige Orga­ni­sa­tion geprüft wurde. Für unsere Kun­den kom­men hier also schnel­lere Markt­ein­füh­rung, redu­zierte Büro­kra­tie und weni­ger Risiko gebün­delt zusammen.

Was musste Kraus Hard­ware leis­ten, um diese Ziele zu errei­chen?
Im Kern geht es bei der UL-Zer­ti­fi­zie­rung darum, dass man alle ver­wen­de­ten Kom­po­nen­ten und Mate­ria­lien lücken­los zurück­ver­fol­gen kann, was die UL regel­mä­ßig und unan­ge­kün­digt bei uns über­prüft – vom Waren­ein­gang über die Lage­rung bis zu Mon­tage und Ver­sand. Unser eta­blier­tes Tracea­bi­lity-Sys­tem ist ein ent­schei­den­der Bau­stein für diese Qualität.

Warum kam es über­haupt zur Zer­ti­fi­zie­rung?
Ein neuer Kunde beauf­tragte uns mit der Fer­ti­gung von Back­plane-Bau­grup­pen inklu­sive vie­ler Ein­press­bau­teile, wobei das dazu­ge­hö­rige End­pro­dukt in den USA ver­mark­tet wird. Inso­fern haben wir gemein­sam alle ver­sor­gungs­kri­ti­schen Bau­teile und mög­li­che Alter­na­ti­ven iden­ti­fi­ziert. Die dazu­ge­hö­rige Stück­liste („Bill of Mate­ri­als“) ging anschlie­ßend an die UL. Sie stellte die Basis für die anschlie­ßen­den Über­prü­fun­gen der UL im Rah­men des soge­nann­ten Fol­low-Up-Ser­vices-Ver­fah­rens dar.

Wie ging es wei­ter?
Im Rah­men der Zer­ti­fi­zie­rung fand eine Erst­be­ge­hung durch einen UL-Mit­ar­bei­ter statt. Er über­zeugte sich von unse­rem Tracea­bi­lity-Sys­tem. Vier­mal im Jahr fin­det nun ein unan­ge­kün­dig­tes Audit statt, wobei der UL-Mit­ar­bei­ter die Ein­hal­tung der Vor­ga­ben unter ande­rem in unse­rer Pro­duk­tion überprüft.

Ist das Ganze auch für deut­sche Kun­den rele­vant?
Ja, durch­aus. Es ist ein unab­hän­gi­ger Beweis für unsere Qua­li­täts­stan­dards. Auch wer nur in Europa ver­kauft, kann sich dar­auf ver­las­sen, dass wir höchste Anfor­de­run­gen erfül­len. Wir posi­tio­nie­ren uns als ein Part­ner, der viel Wert auf Qua­li­tät und Com­pli­ance legt – auch und gerade, wenn die Kun­den in einem inter­na­tio­na­len Markt agieren.

 

Dr.-Ing. Chris­tian Schwar­zer: “Wir redu­zie­ren für unsere Kun­den die Hür­den beim Markt­ein­tritt in den USA und Kanada.”

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