Wenn das Fachwissen nur „in den Köpfen“ vorhanden ist …

22. 05.2026 | E‑Blog, Pro­du­zie­ren, Repa­ra­tur

Wenn das Fachwissen nur „in den Köpfen“ vorhanden ist …

22.05.2026 | E‑Blog, Pro­du­zie­ren, Repa­ra­tur

Was passiert eigentlich, wenn Unternehmen ihren EMS-Produktionspartner wechseln möchten – der dazugehörige Produktionsprozess aber zuvor nicht richtig dokumentiert wurde? Antworten gibt Kraus Hardware. Das Unternehmen sichert vorhandenes Wissen und führt die Produktion anschließend nahtlos weiter.

Erd­rutsch­ar­tige Ver­än­de­run­gen prä­gen den deut­schen Arbeits­markt in den nächs­ten Jah­ren: Bis 2039 errei­chen rund 13,4 Mil­lio­nen Men­schen das gesetz­li­che Ren­ten­ein­tritts­al­ter, so die Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts. Folg­lich ste­hen laut KfW-Mit­tel­stand­spa­nel von 2024 immer­hin 84 Pro­zent der grö­ße­ren Mit­tel­ständ­ler vor Pro­ble­men bei Stel­len­be­set­zun­gen – und wo Arbeits­kräfte feh­len, sinkt die Produktivität!

Wis­sens­lü­cken neh­men zu
Aller­dings gibt es gerade in der pro­du­zie­ren­den Indus­trie noch ein wei­te­res Pro­blem, das mit die­ser Ent­wick­lung ein­her­geht: Hoch­spe­zia­li­sier­tes Pro­zess- und Pro­duk­ti­ons­wis­sen, das über Jahr­zehnte hin­weg gewach­sen ist, exis­tiert mit­un­ter nur „in den Köp­fen“ von lang­jäh­ri­gen Fach­ar­bei­tern oder der Geschäfts­füh­rung. Für die letzt­ge­nannte Gruppe gilt laut KfW Rese­arch: 39 Pro­zent der mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­mer­schaft ist 60 Jahre oder älter! Und rund 310.000 Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, die aus ihrer Firma aus­schei­den, zie­hen eine Schlie­ßung in Betracht, so KfW Research.

„Die Fol­gen davon erle­ben wir bei Kraus Hard­ware heute schon“, erklärt Andreas Kraus, Gesell­schaf­ter von Kraus Hard­ware. „So bekom­men wir aktu­ell zuneh­mend Anfra­gen von Unter­neh­men, die kurz­fris­tig eine eta­blierte Fer­ti­gung ver­la­gern müs­sen – zum Bei­spiel des­halb, weil beim bis­he­ri­gen Pro­duk­ti­ons­part­ner Geschäfts­füh­rer oder Pro­duk­ti­ons­lei­ter in den Ruhe­stand gehen und mit ihnen zen­tra­les Wis­sen ver­schwin­det. Beson­ders pro­ble­ma­tisch ist das, wenn die­ses Unter­neh­men über Jahre hin­weg sehr indi­vi­du­elle Bau­grup­pen gefer­tigt hat. Manch­mal gibt es dann keine voll­stän­dige Doku­men­ta­tion und die Über­gabe des Know-hows gestal­tet sich schwierig.“

Wis­sen sichern – Pro­duk­tion wei­ter­füh­ren
Nun liegt es auf der Hand, dass der­ar­tige Pro­bleme ange­sichts des demo­gra­phi­schen Wan­dels zuneh­men: Wenn sich „per­sön­li­ches Fach­wis­sen“ zusam­men mit Exper­ten in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det, erschwert das jede Pro­duk­ti­ons­über­nahme. Genau hier­bei unter­stützt Kraus Hard­ware, denn die Spe­zia­lis­ten gehen bei der Über­nahme sehr sys­te­ma­tisch vor. Im ers­ten Schritt sichern sie vor­han­de­nes Wis­sen: „Manch­mal gibt es zum Bei­spiel noch Stück­lis­ten mit alter­na­ti­ven Kom­po­nen­ten. Das schauen wir uns genau an“, erklärt Andreas Kraus. „Außer­dem sind alle Lay­out-Daten und Infos zu den Test­ver­fah­ren inter­es­sant. Viele Anga­ben die­ser Art tra­gen wir sys­te­ma­tisch zusammen.“

Ins­ge­samt rücken dabei diese Fra­gen in den Fokus:

  • Basis­in­for­ma­tio­nen: Wel­che Daten zu Lei­ter­platte, Lay­out, Mecha­nik, Pro­gram­mie­rung und Co. sind vorhanden?
  • Doku­men­ta­tion: Wur­den das klein­tei­lige „Pro­zess­wis­sen“ und spe­zi­elle Ver­ar­bei­tungs­schritte prä­zise dokumentiert?
  • Lie­fer­sta­tus: Lie­gen Stück­lis­ten vor? Wel­che Kom­po­nen­ten haben dabei einen kri­ti­schen Lie­fer­sta­tus oder wur­den bereits vom Her­stel­lern abgekündigt?
  • Tests und Prü­fun­gen: Gibt es doku­men­tierte Testverfahren?
  • Gesamt­pro­zess: Las­sen sich die Pro­duk­ti­ons­pro­zesse über­haupt rekon­stru­ie­ren oder muss ein neuer Ablauf eta­bliert werden?

„Gerade bei älte­ren Bau­grup­pen ist der Pro­duk­ti­ons­pro­zess oft indi­vi­du­el­ler als zunächst gedacht. Des­halb ist es wich­tig, die her­ge­brachte Fer­ti­gung zu ver­ste­hen. Das ist immer unser Aus­gangs­punkt. Anschlie­ßend unter­stüt­zen wir bei der Ver­la­ge­rung und füh­ren die Pro­duk­tion naht­los wei­ter“, betont Andreas Kraus. „Am Ende ist jedes Ver­la­ge­rungs­pro­jekt anders und wir pas­sen uns fle­xi­bel an. Dabei bauen wir zum Bei­spiel – wenn es nötig ist – neues Wis­sen auf oder recher­chie­ren alter­na­tive Lösun­gen. Die Kun­den bekom­men indi­vi­du­elle Produktionslösungen.”

Umfassendes Prozesswissen (auch bei End-to-End-Reparaturprozessen)

Ob Pro­duk­ti­ons­über­nahme oder eine ganz neue Auf­gabe – bei uns kom­men Ent­wick­lungs- und Fer­ti­gungs­qua­li­tät, Exper­ten­wis­sen und eine umfas­sende High-Tech-Aus­stat­tung gebün­delt zusam­men. Auch bei sys­te­ma­ti­schen Repa­ra­tur­pro­zes­sen ist die­ser Ansatz inter­es­sant: Wir repa­rie­ren anspruchs­volle Elek­tro­nik „in Serie“ und brin­gen so viele indus­tri­elle Anwen­dun­gen, Maschi­nen und wei­tere Tech­nik wie­der zum Laufen.

Alle Infos dazu und diverse Erfolgs­bei­spiele fin­den sie hier.  

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