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Notaufnahme für Pitch und Chips

… da ist der Entwickler, der von der Geburt seines „Kindes“ spricht, der Fertiger, der von seiner Schöpfung/Wertschöpfung redet. Da ist der Inbetriebnahme-Ingenieur, der einer Baugruppe neues „Leben“ einhaucht. Heißt EMS: Emotionen - Menschen - Schöpfung? Kein schlechter Vergleich in unserer allzu versachlichten Welt, wie wir finden.

Doch wie im realen Leben geht es in der industriellen EMS auch um das Unerwartete bis hin zum Verlust, den man abwenden möchte. Reparatur ist angesagt. Fehlersuche und womöglich schnelles, präzises Handeln. Hier wie da benötigt man ein optimales Zusammenspiel zwischen hilfreichen Einrichtungen und hochkompetenten ‚Fachärzten‘. Nach fachgerechter Diagnose einer Baugruppe und dem engagierten Einsatz aller Beteiligten ist ein terminlich abgestimmtes Handeln erforderlich. Ressourcen müssen vorgehalten werden, Ersatzbauteile verfügbar sein und ein zielgerichtetes, prozessorientiertes Tun in Gang gesetzt werden. Interessant ist die stufenweise Annäherung an die exakte Temperatur der Prozessschritte, um die Bauteile - ohne Verlust der gesamten Baugruppe - entlöten zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse und Daten sind sodann reproduzierbar für den nächsten Fall. Die offenen Lötstellen werden vom Restlog gereinigt, die Positionen sind bereit für Neues. Das ist sicher eine verkürzte Darstellung von zig Prozessschritten! Mithilfe eines Vision-Systems ist die absolute Ausrichtung von Fine-Pitch-Bauteilen gewährleistet. Mittels Heißgaslötung wird ein neues Bauteil in das bestehende System eingefügt und verbunden.

Die Gründe für das Auswechseln dieser funktionswichtigen Teile können mannigfaltig sein: schlecht platzierte, defekte Bauteile oder auch entwicklungsbegleitende Maßnahmen, wie z.B. ein Kreuztausch. Aber lassen Sie uns nicht über schlechte Gründe für … fabulieren. Wichtig ist doch die Rettung und das Abwenden von unter Umständen nicht unerheblichen Schäden und Vertragsstrafen. Selbstredend ist die röntgentechnische Untersuchung im Hause Kraus ebenso wichtig wie das Fachteam der Akteure. Es handelt sich eben nicht um „fish and chips“.

Das Rework von Baugruppen ist heute eine hochkomplexe Methodik, die keiner braucht, aber über deren Nutzen viele froh sind. (sr)

Bild: fotolia.com
(sr)

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